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Quartiersentwicklung in Hemelingen

Hemelingen ist ein sehr durchmischter Ortsteil. Es gibt Straßen, in denen die Problemlagen sehr gering sind, in anderen treffen viele Probleme aufeinander. Daher wurden von Beginn an die Maßnahmen auf die Schwerpunktgebiete Hinter den Ellern, Angeln und später auch die Hemelinger Bahnhofstraße konzentriert.

Insgesamt konnten seit 1999 aus den verschiedenen Förderprogrammen über 450 Projekte mit einem Gesamtvolumen von ca. 10 Mio. € realisiert werden, davon sind knapp 4 Mio. € vor Ort über das WiN-Forum im Konsens vergebene Fördermittel. Schwerpunkt in Hemelingen ist die Integration, dieses Ziel steht über fast allen Vorhaben.

Logo Familienzentrum Mobile

Das größte bisher umgesetzte Projekt in das Familienzentrum Mobile, das für die erfolgreiche Arbeit im Jahr 2006 den Preis Soziale Stadt erhielt. (siehe auch www.familienzentrum-mobile.de).

Logo Stadtteil-Stiftung Hemelingen

Ein besonderes Potential Hemelingens, das ortsansässige Gewerbe, wurde ebenfalls mit in die Aktivitäten einbezogen. Die eigens zu diesem Zweck gegründete Stadtteil-Stiftung Hemelingen versucht, die Interessen der Unternehmen und der Bürger zusammen zu bringen und hat bereits mehr als 100.000 € an privatem Kapital für soziale Belange einwerben können (siehe auch www.stiftung-hemelingen.de).

Das Quartiersmanagement Hemelingen gehört zum Sozialzentrum Hemelingen/Osterholz des Amtes für Soziale Dienste Bremen und hat ein Büro direkt im Programmgebiet. Es ist in einer Wohnung im Erdgeschoss des Hauses Hinter den Ellern Nr. 11 untergebracht und Montags bis Freitags besetzt. Allerdings sollte für ein Gespräch telefonisch ein Termin vereinbart werden, da viele Gespräche auch außerhalb des Büros stattfinden und dann niemand vor Ort ist.

Das „WiN-Forum Hemelingen“ tagt alle 4 – 6 Wochen im Quartier. Häufigster Ort der Sitzungen in das Familienzentrum Mobile, Hinter den Ellern Nr. 1a, es werden aber auch häufig andere Sitzungsorte gewählt, zum Beispiel das Bürgerhaus, das KuBiKo, oder auch schon mal die Moschee, damit die Schwelle zum Zugang für möglichst viele Bürger sehr gering ist. Im WiN-Forum Hemelingen arbeiten - wie in allen anderen Stadtteilgruppen auch - Verwaltung, Vereine, Politik, Soziale Einrichtungen, Gewerbe sowie Bürgerinnen und Bürger zusammen, um Verbesserungen für das Quartier zu erreichen. Fast 450 Projekte sind in den vergangenen Jahren dort im Konsens auf den Weg gebracht worden.

Foto aus einer Sitzung des WiN-Forums
Grafik der Zusammenarbeit der Akteure im Stadtteil
Im WiN-Forum Hemelingen arbeiten alle Hand in Hand: Bürger/innen, Quartiersmanagement und die Akteure in Stadtteil

Alle Hemelingerinnen und Hemelinger sind regelmäßig eingeladen teilzunehmen, mitzureden und mitzuentscheiden, denn alle Anwesenden im WiN-Forum sind gleichberechtigt und jede Stimme zählt.
Zustimmungen zu Projekte gibt es nur, wenn es keine Gegenstimmen gibt. Die Termine und Tagesordnungen für die WiN-Foren werden rechtzeitig in der Presse bekannt gegeben, außerdem gibt es Aushänge im Quartier und die Möglichkeit, die Einladungen zugesendet zu bekommen. Dafür sollte man sich an das Quartiersmanagement wenden. Außerdem werden auf der Website des Quartiersmanagements in der Regel 14 Tage vor dem WiN-Forum Termin, Ort, Tagesordnung und die Förderanträge veröffentlicht.

Neben der Beratung der Förderanträge aus den verschiedenen Programmen gibt es immer den ersten Tagesordnugspunkt "Aktuelle Fragen und Probleme der Bewohnerinnen und Bewohner", dort kann jeder sein Anliegen einbringen. Die Lösung erfolgt manchmal direkt im Forum, bei anderen Problemen wird das Thema auf der Sitzung angesprochen, bei der darauf folgenden muss dann berichtet werden, was sich daraus entwickelt hat und welche weiteren Schritte eingeleitet wurden, damit kein Anliegen verloren geht.

Logo Soziale Stadt Hemelingen

Bürgerbeteiligung erfolgt natürlich nicht nur über dieses Gremium. Das Quartiersmanagement ist auch bei jeder anderen Gelegenheit für die Bürgerinnen und Bürger sowie alle anderen Akteure des Quartiers ansprechbar.
Bei Projekten gibt es in der Regel weitere Beteiligungsstrukturen mit der jeweiligen Zielgruppe, Spielplätze sind von Kindern mitzuplanen, das Familienzentrum Mobile, als unser größtes Projekt, hatte einen langen Vorlauf mit Bewohnerseminaren und auch Bewohnerwochenenden, die zur Planung und Konzeption genutzt wurden.

Darüber hinaus kooperiert das Quartiersmanagement im Rahmen verschiedener lokaler Netzwerke, zum Beispiel für Kinder und Jugendliche, oder für Beschäftigung. Die Kooperation mit Beirat, Ortsamt, Marketing, Mobile, Stadtteil-Stiftung und verschiedensten Projektträgern ist dabei selbstverständlich.