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Quartiersentwicklung im Schweizer Viertel

Mit der Aufnahme des Schweizer Viertels und des Hahnenkampquartiers in die Gebietskulisse der Förderprogramme "Wohnen in Nachbarschaften" (WiN), "Soziale Stadt" und "LOS-Bremen II" wurden die Rahmenbedingungen für die Weiterentwicklung des Gebietes deutlich verbessert.
Zeitgleich mit der Gründung eines lokalen Forums (Quartiersforum) wurde im Juni 2009 ein Quartiersmanagement eingesetzt, das zum Sozialzentrum Hemelingen/ Osterholz beim Amt für Soziale Dienste gehört.

Das Quartiersmanagement ist die zentrale Anlauf- und Koordinierungsstelle für die Entwicklung des Schweizer Viertels, Als Geschäftsführung des lokalen Forums plant und moderiert es dessen alle vier bis sechs Wochen in den Räumlichkeiten der AWO Begegnungsstätte öffentlich stattfindenden Sitzungen. Die Sitzungstermine werden per E-Mailverteiler, in der lokalen Presse, auf der Internetseite www.quartiersforum.de und durch Plakate in den Hauseingängen bekannt gegeben. Zudem erfolgt die direkte Ansprache von Bewohner/innen und weiteren Einrichtungen.

Eine Versammlung zur Weiterentwicklung des Quartiers
Eine Versammlung zur Weiterentwicklung des Quartiers

Die lokalen Foren bieten eine Plattform für Informationenaustausch, Mitteilung und Besprechung von Anliegen, Bedarfsermittlung, Projektplanung und Netzwerkarbeit für alle Interessierte und relevanten Akteure im Programmgebiet und insbesondere für Bewohner/innen. Ein Kernpunkt der Arbeit im Forum ist die Beratung vorgestellter Projekte und deren Befürwortung im Konsensverfahren.

Orientierungsrahmen für die Schwerpunkte der Quartiersentwicklung ist das Integrierte Entwicklungskonzept (IEK) aus dem Jahre 2008, das vom Quartiersmanagement in Rücksprache mit dem Quartiersforum und im Rahmen jährlicher Workshops kontinuierlich weiterentwickelt wird. Als zentrale Handlungsfelder sind darin beschrieben:

  • das nachbarschaftliche Zusammenleben
  • die Stadtteilkultur
  • soziale Infrastruktur
  • Bildung
  • Wohnen
  • Wohnumfeld
  • öffentlicher Raum sowie
  • Öffentlichkeitsarbeit zur Stärkung der Innen- und Außenwahrnehmung.

Zentrales Anliegen ist die Aktivierung von Bewohner/innen und Bewohner/inneninitiativen als Expert/nnen ihrer eigenen Belange.

Workshop zur Wendeschleife im Schweizer Viertel
Workshop zur Wendeschleife im Schweizer Viertel

Konkretisiert werden diese Handlungsfelder und -ziele durch Workshops, an denen Vertreter/innen relevanter Einrichtungen und Bewohner/innen teilnehmen, gemeinsam die bisherigen Projekte und Maßnahmen reflektieren, Bedarfe für unterschiedliche Zielgruppen und Anliegen formulieren sowie Projektentwicklungen initiieren. Sehr konkreten Fragestellungen widmen sich darüber hinaus die Arbeitskreise "Schweizer Viertel" und "Ältere Menschen".

Die Wendeschleife im Schweizer Viertel
Die Wendeschleife im Schweizer Viertel
Gemeinsames Feiern: Fastenbrechen im Bremer Osten
Gemeinsames Feiern: Fastenbrechen im Bremer Osten ...

Zentrales Anliegen ist die Schaffung räumlicher Voraussetzungen für die Erweiterung der sozialen Infrastruktur. Dabei geht es um Angebote im Bildungsbereich ebenso wie um die Stärkung nachbarschaftlichen Zusammenlebens, um Angebote für sogenannte Lücke-Kinder und Jugendliche, wie auch für Senior/innen und Menschen mit Migrationshintergrund. Im Blick ist dabei auch die (Um-)Gestaltung öffentlicher Flächen zur besseren Nutzung durch unterschiedliche Bewohner/innengruppen.

Gemeinsame Aufräumaktion im Quartier
... und gemeinsames Arbeiten: Aufräumaktion im Quartier

Institutionen wie KiTas und Schulen gestalten die Quartiersentwicklung aktiv mit, öffnen sich dem Quartier als Lernort und Lebensraum und unterstützen das Quartiersmanagement beim Ausbau stabiler Netzwerke. Enge Kooperationspartner sind zudem der Beirat Osterholz und das Quartiersmanagement in Tenever.

Lernort und Lebensraum: Kinder aus dem Spiel- und Jugendhaus
Lernort und Lebensraum: Kinder aus dem Spiel- und Jugendhaus