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Quartiersentwicklung in Tenever

Das Quartiersmanagement Tenever gehört zum Sozialzentrum Hemelingen/Osterholzdes Amtes für Soziale Dienste Bremen. Die "Projektgruppe" ist ein ressortübergreifendes Team und besteht aus dem beim AfSD angestellten Quartiersmanager sowie einer Fachkraft aus dem Bauressort (SUBVE). Das Büro befindet sich im Hochhausviertel des Quartiers, in der Wormser Straße 9 und ist problemlos über die öffentliche Verkehrsanbindung an der Otto-Brenner-Allee mit Bus und Straßenbahn zu erreichen.

Sitzung der Stadtteilgruppe
Sitzung der Stadtteilgruppe

Das Büro der Projektgruppe ist der direkte Anlaufpunkt für alle Anwohner und Interessierten. Die Anliegen der Besucher werden vertraulich behandelt, und bei Bedarf wird auch der Kontakt zu anderen Einrichtungen hergestellt. Weitere Aufgaben des Quartiersmanagements liegen in der Interaktion mit den Einrichtungen bzw. den Einzelakteuren im Stadtteil, in der Stärkung vorhandener Strukturen und der Öffentlichkeitsarbeit. Der regelmäßige Informationsaustausch über quartiersbedeutsame Themenkomplexe wird darüber hinaus durch selbstorganisierte Zusammenschlüsse wie den Arbeitskreis Tenever, den Arbeitskreis Kinder, der Arbeitsgemeinschaft Jugend, der Arbeitsgemeinschaft Beschäftigung usw. gewährleistet.

Spielen auf der Straße
Spielen auf der Straße

Die Projektgruppe wirkt auf die Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen hin und unterstützt die Sanierung in Tenever. Sie ist die Geschäftsführung des lokalen Forums der Stadtteilgruppe, und die Umsetzung der Förderungsprogramme [ ABK WiN;Wohnen in Nacbarschaften], Soziale Stadt und LOS gehört zu ihren Hauptaufgaben.

Kita Kinderhafen im Pfälzer Weg 5
Kita Kinderhafen im Pfälzer Weg 5

Die alle 4-6 Wochen in der Kita Kinderhafen öffentlich tagende Stadtteilgruppe ist das zentrale Gremium für die Belange Tenevers. Hier treffen sich alle interessierten Bewohner/innen und wichtigen Akteure des Quartiers, wie etwa Vertreter der sozialen Einrichtungen, des Gewerbes, der Politik, der öffentlichen Verwaltung und der Wohnungsgesellschaften, um über die aktuelle Lage im Quartier und über die Zukunftsgestaltung zu diskutieren. An den Sitzungen nehmen zwischen 50 und 100 Menschen teil, davon 40-70 Prozent aus der Bewohnerschaft. Alle gemeinsam entscheiden im Konsens, also einvernehmlich über die Vergabe der Programmmittel.

Unter dem ersten Tagesordnungspunkt "Aktuelle Fragen und Probleme" kann jeder seine persönlichen Anliegen, seine Kritik und Vorschläge einbringen. Angesprochene Probleme können oft durch den direkten Kontakt zu den entsprechenden Adressaten gelöst werden. Bei nicht sofort zu lösenden Problemen werden Handlungsmöglichkeiten besprochen und Personen benannt, die sich für eine Lösung einsetzen. Spätestens auf der nächsten Sitzung muss dann berichtet werden, was sich daraus entwickelt hat und ob weitere Schritte eingeleitet werden müssen. So geht kein Anliegen verloren und jedes Anliegen wird ernst genommen. Um die Ergebnisse und Pläne der Sitzungen festzuhalten und diese auch gegenüber Abwesenden transparent zu machen, wird ein Verlaufsprotokoll der Sitzungen veröffentlicht. Für die Vorbereitung, Durchführung, Moderation und Nachbereitung der Sitzungen ist die Projektgruppe zuständig. Termine und Tagesordnungen werden rechtzeitig in der Presse und auf der Homepage bekanntgegeben, außerdem gibt es Aushänge in den sozialen Einrichtungen des Quartiers und die Möglichkeit, die Einladungen per Email, oder auch als Postsendung zu erhalten.

Blick ins Quartier: Pirmasenser Strasse
Wasserspiel am Spielhaus

Die von der Stadtteilgruppe beschlossenen Projekte gehören nicht zu den Regelaufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge, sind aber zusätzlich erforderlich, um der sozialräumlichen Benachteiligung Tenevers zu begegnen.Im Förderzeitraum 1999-2011 wurden so etwa 600 Projekte beschlossen und umgesetzt.

Neben den Treffen der Stadtteilgruppe gibt es weitere Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung. Bewohner/innen können sich an die Projektgruppe wenden, um ihre Ideen einzubringen und Probleme zu benennen. Auch bei den einzelnen Projekten werden Partizipationsangebote gemacht: Bauliche Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds werden etwa durch die jeweilige Zielgruppe begleitet und vor größeren Sanierungsmaßnahmen finden Bewohnerseminare statt, bei denen Einfluss auf die Planung und Umsetzung ausgeübt werden kann.