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Schweizer Viertel

Im Programmgebiet leben ca. 8.000 Menschen. Über 50% von ihnen haben einen Migrationshintergrund, überwiegend mit osteuropäischer oder türkischer Herkunft. Bei Kindern und Jugendlichen beträgt ihr Anteil gut 70%. Die Heterogenität des Gebiets spiegelt sich auch in der Altersstruktur wider.
Neben einer großen Zahl junger Menschen (0 bis 18 Jahre = 18%) leben im "Schweizer Viertel" viele Menschen über 65 Jahren (23%).

Viele Bewohner/innen sind arm, insbesondere Kinderarmut ist prägend. Während der Anteil der SGB-II-Empfänger/innen bei 24,5% liegt (städtischer Ø = 14%), ist er bei Kindern und Jugendlichen mit 51% (städtischer Ø = 39,7%) mehr als doppelt so hoch.

Problemfeld Kinderarmut: Über die Hälfte der Kinder und Jugendlichen im Schweizer Viertel leben von
Problemfeld Kinderarmut: Über die Hälfte der Kinder und Jugendlichen im Schweizer Viertel leben von "Hartz IV" !

Ein anderer Wert weist das Schweizer Viertel als benachteiligtes Quartier aus. Zwischen 14,3 und 26,3% der Schüler/innen können dem Unterricht nicht oder nur teilweise folgen (städtischer Ø = 10,2%).

Die Bebauung im Programmgebiet ist heterogen. Geschosswohnungsbau aus den 1960er Jahren, überwiegend in viergeschossiger Zeilenbauweise, vereinzelt auch achtgeschossige Hochhäuser, prägen das Gesamtbild des Gebiets gemeinsam mit ausgedehnten Einfamilienhausgebieten mit freistehenden Häusern sowie Reihenhäusern. Neben Einzeleigentümern gehören die Wohnungen unterschiedlichen Wohnungsgesellschaften. Dies erklärt den unterschiedlichen Zustand der Wohnungen und Gebäude, die teilweise sanierungsbedürftig sind und dadurch negativ sowohl auf die Lebensqualität der BewohnerInnen als auch auf das Gesamtbild des Gebietes nach innen wie nach außen wirken.

Geschoßbauten der 60er Jahre und Hochhäuser - zum Teil sanierungsbedürftig - prägen das Bild des Viertels
Geschoßbauten der 60er Jahre und Hochhäuser - zum Teil sanierungsbedürftig - prägen das Bild des Viertels

Eine Reihe sozialer Angebote für unterschiedliche Zielgruppen und Bedarfe bietet gute Anlaufstellen im Gebiet. Allerdings reichen diese im Vergleich der Bewohner/innenanzahl und im Hinblick auf die unterschiedlichen Problemlagen nicht aus. Vor allem Räume für zusätzliche soziale, kulturelle und bildungsorientierte Angebote fehlen und öffentliche Plätze können aufgrund unzureichender Gestaltung nicht ausreichend genutzt werden.

Wenig Platz für soziales Miteinander
Wenig Platz für soziales Miteinander